Wie sieht die Fassade der Zukunft aus? Leicht, filigran, dauerhaft – und vor allem: nachhaltig. Genau diesem Anspruch wird das Carbon-Sandwichfassadensystem gerecht, das im Rahmen eines Pilotprojekts in Eschweiler erfolgreich realisiert wurde. Entwickelt wurde das System in enger Zusammenarbeit zwischen der nesseler bau gmbh, dem Institut für Massivbau der RWTH Aachen und solidian&kelteks – und stellt damit ein Paradebeispiel für partnerschaftliche Innovation im Bauwesen dar.
Mit Blick auf die klimapolitischen Anforderungen und Ressourcenknappheit ist klar: herkömmliche Fassadensysteme stoßen an ihre Grenzen. Die Carbonbetonfassade zeigt, wie zukunftsorientiertes Bauen gelingen kann – mit deutlichen Vorteilen bei Ökobilanz, Lebensdauer und Gestaltungsfreiheit. Und das Beste: Das System ist offen gedacht – solidian&kelteks ist mit dem Sandwichfassaden-System im Zulassungsverfahren und treibt so die Entwicklung nachhaltiger Gebäude aktiv voran. Bauherren, Planer und Fertigteilwerke können sobald die Zulassung erteilt wurde, von einer einfachen und unkomplizierten Ausführung profitieren. Bis dahin kann aber bereits mit Zulassung im Einzelfall geplant und gebaut werden.
Die Carbon-Sandwichfassade basiert auf einem dreiteiligen Systemaufbau:
Am neuen Firmenstandort der nesseler Gruppe wurde das innovative Fassadensystem erstmals in der Praxis eingesetzt. Die Ergebnisse sprechen für sich:
Dank der werkseitigen Vorfertigung samt Fenstern konnte die Montage auf der Baustelle besonders effizient gestaltet werden – ein großer Pluspunkt bei engen Zeitplänen.
Carbonbewehrung (CFK) bringt Eigenschaften mit, die klassischen Baustählen überlegen sind:
Diese Eigenschaften ermöglichen nicht nur nachhaltigere Gebäude, sondern auch völlig neue architektonische Spielräume – ohne Kompromisse bei der Performance.
Die Carbon-Sandwichfassade wurde mit dem 2. Platz beim fassadentechnik AWARD 2024 prämiert. Eine Auszeichnung, die nicht nur den technologischen Fortschritt würdigt, sondern auch das Potenzial für den breiten Praxiseinsatz unterstreicht.
Fotos: © nesseler bau gmbh