29.6.2026.

Dünne Instandsetzungsschichten ab 30 mm: Wie solidian ANTICRACK den Schichtaufbau verändert

Reprofilierungsschichten auf Böden, Parkdecks und Industrieflächen werden üblicherweise ohne Bewehrung ausgeführt. Das war lange die einzig praktikable Option – nicht wegen fehlender Notwendigkeit, sondern wegen fehlender Möglichkeit. solidian ANTICRACK ändert das.

Bisher keine Bewehrungsoption für dünne Reprofilierungsschichten

Bei der Reprofilierung von Industrieböden, Parkdecks und anderen Verkehrsflächen sind die Instandsetzungsmörtelschichten in der Regel unbewehrt. Das ist kein Versäumnis – es war bis dato die zwangsläufige Konsequenz aus einer einfachen geometrischen Einschränkung.

Dünne Reprofilierungsschichten lassen keinen Raum für Bewehrungssysteme, die eine definierte Mindestüberdeckung zur Sicherstellung ihrer eigenen Dauerhaftigkeit benötigen. Schichtdicken von 30 bis 50 mm waren mit solchen Materialien faktisch nicht bewehrbar. Die Mörtelschicht blieb unbewehrt – und damit strukturell anfällig für Zugspannungen, die sie allein nicht kontrollieren kann.

Was Carbon als Bewehrungsmaterial ermöglicht

Das Carbonmaterial von solidian ANTICRACK Q85-CCE-21 ist inert. Es reagiert nicht mit Chloriden, es karbonatisiert nicht, es korrodiert nicht. Eine schützende Mindestüberdeckung ist nicht erforderlich.

Das ist der entscheidende Unterschied: Das Gitter kann oberflächennah eingebaut werden – genau dort, wo Zugspannungen in dünnen Schichten am höchsten sind (→ Teil 1) – ohne dass die Schicht dicker werden muss, um die Bewehrung dauerhaft zu schützen. Der Schichtaufbau folgt ausschließlich den technischen Anforderungen an die Bewehrungswirkung. Damit wird Bewehrung in Schichten möglich, die bisher konstruktiv nicht bewehrbar waren.

Systemschichtdicken ab 30 mm – praktische Planungsgröße

Durch die Korrosionsfreiheit des Carbons sind Systemschichtdicken ab 30 mm realisierbar. Das ist kein theoretischer Grenzwert. Es ist eine planungsrelevante Größe für Instandsetzungen auf:

• Parkdecks, bei denen Aufbauhöhen wegen Fahrzeugdurchfahrtshöhen, Entwässerungsgefällen und Dehnfugenübergängen begrenzt sind
• Industrieböden mit definierten Niveauanforderungen an Maschinen, Übergänge, Andockstellen und Transportwege
• Sanierungsflächen im Bestand, bei denen Türschwellen, Treppenübergänge und Bauteilanschlüsse den konstruktiven Spielraum einengen

In jedem dieser Anwendungsfälle ist ein reduzierter Schichtaufbau ein echter Planungsvorteil – technisch wie wirtschaftlich.

 solidian anticrack with repair mortar

Was dünnere Schichten für Betreiber bedeuten

Geringere Auflast. Instandsetzungsmörtel hat ein erhebliches Raumgewicht. Jeder eingesparte Zentimeter Schichtdicke reduziert das Flächengewicht spürbar – relevant bei Deckentragwerken mit begrenzter Reservetragfähigkeit oder bei Sanierungskonzepten, die eine Tragwerksertüchtigung vermeiden sollen.
Keine Höhenanpassungen. Dickere Aufbauten erfordern häufig Anpassungen an Türen, Schwellen, Entwässerungsrinnen und Dehnfugenübergängen. Bei 30 mm entfällt das in vielen Fällen.
Kürzere Nutzungsunterbrechung. Weniger Material bedeutet weniger Einbau- und Aushärtezeit – und damit eine frühere Wiederfreigabe der Fläche.

Das solidian CARGO-System – Großflächen effizient bewehren

Für großflächige Instandsetzungen steht das solidian CARGO-System zur Verfügung. solidian ANTICRACK ist als Rollenware in Längen bis zu 115 m bei 2,30 m Breite lieferbar – eine Rolle bewehrt bis zu 260 m² nahezu stoßfrei.

Das CARGO-System ermöglicht eine schnelle Verlegung direkt von der Rolle. Das Eigengewicht von unter 1 kg/m² vereinfacht das Handling auf der Baustelle erheblich – auch auf weitläufigen oder schwer zugänglichen Flächen. Zuschnitt und Anpassung an unterschiedliche Bauteilgeometrien sind ohne Spezialwerkzeug möglich.

Als Einzelgitter (6,0 m × 2,30 m) steht die Bewehrung zusätzlich für kleinere Flächen und geometrisch anspruchsvolle Bereiche zur Verfügung.

Was folgt

Dünne Schichtaufbauten schaffen die konstruktiven Voraussetzungen. Ob die Rissbreitenbegrenzung im konkreten Systemaufbau die geplante Wirkung entfaltet, lässt sich bei solidian ANTICRACK auf Basis von Versuchsdaten quantifizieren – und damit planerisch belegen.

[→ Teil 3: Wie solidian ANTICRACK die Rissbreitenbegrenzung messbar und planbar macht – und was das für Ausschreibung, Dauerhaftigkeit und Lebenszykluskosten bedeutet.]

 

Bereit, Ihr Projekt zu besprechen?

Zur Unterstützung von Planern bieten wir ein umfassendes Planungscenter mit relevanten Dokumenten und einem Bemessungstool. Wenn Sie Bewehrungsoptionen für ein konkretes Instandsetzungsprojekt prüfen, unterstützt Sie unser technisches Team gerne bei der Bewertung der relevanten Parameter und Dokumentation.

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